Brunner Kultur Club

NEWS

  • ISLAND - den Urgewalten so nah

    Bereits zum 17. Mal zeigten Gabi und Bruno Splichal am 21. März 2019 im Festsaal BRUNO in Brunn am Gebirge eine Multimediashow über eine ihrer zahlreichen Reisen und begeisterten wieder das Publikum. Die Beiden verbindet ja eine gemeinsame Leidenschaft: Sie sind passionierte Hobby-Fotografen und bezeichnen selbst ihre Besessenheit als „Fotomanie“. Die Liebe zu diesem Metier spürt man bei ihren Erzählungen und sieht man vor allem beim Betrachten der Bilder – ein Feuerwerk an Natur, Menschen, Landschaften und Architektur.

    Diesmal zeigten sie ihre Erlebnisse von einer dreiwöchigen Erkundungsreise auf der Insel Island im äußersten Nordwesten Europas, knapp südlich des nördlichen Polarkreises.

    „Island“ bedeutet „Eisland“, es ist die größte Vulkaninsel der Erde und ein sehr dünn besiedelter Inselstaat. Island ist ein Land der Kontraste. In seiner kargen Landschaft zeigen sich die Elemente Erde, Feuer, Wasser und Luft besonders spektakulär. Aktive Vulkane, tiefgrüne Täler, von Gletschern geformte Fjorde, schwarze Strände und tosende Wasserfälle lassen einen immer wieder von Neuem staunen über die hier noch so ursprüngliche Natur.

    Vor Beginn der Präsentation haben die beiden Vortragenden das Publikum um Nachsicht gebeten, falls sie einige der Sehenswürdigkeiten nicht richtig aussprechen sollten. Die Hauptstadt „Reykjavik“ geht ja noch, aber bei „Hallgrimkskirkja“ (größte Kirche Islands), „Krýjsuvik“ (Hochtemperaturgebiet), „Dyrhólaey“ (Steilfelsen aus Basaltgestein), „Vatnajökull“ (größter Gletscher), „Seydisfjördur“ (Fischerdorf) und „Akureýrarkirkja“ (zweitgrößte Stadt auf der Insel) ist die Skepsis nachvollziehbar.

    Die Bilder, untermalt von passender Musik, waren wieder faszinierend. Die begleitenden Kommentare waren informativ, interessant, spannend und kurzweilig.

    Island schlägt jeden, der den Inselstaat einmal besucht hat, in seinen Bann. Die 150 Besucher waren beeindruckt von der ungebändigten Natur, die es in dieser Form in Europa wohl nirgendwo sonst gibt.

    Es war ein toller, erfolgreicher Abend.

  • Noch ein Camino

    Seit der Jahrtausendwende hat uns „Ernesto“ Mischer fast jährlich von seinen Jakobsweg-Wanderungen in Wort und Bild berichtet. Nun hat er den Vortrag von seiner ersten Wanderung im Jahr 2000 – entlang des Camino Francés – aus dem Archiv geholt und ihn gründlich überarbeitet. Die Zuseher am 21. Februar 2019 sahen daher im BRUNO-Raum 105 einen völlig neuen Bericht. Die technischen Möglichkeiten zur Gestaltung einer ansprechenden Präsentation haben sich seit damals ja gewaltig verändert. Damals war es noch ein „DIA-Vortrag“. Mit deutlich hörbaren Klick-Klack erschien ein Bild nach dem anderen auf der Leinwand und das Publikum lauschte den Kommentaren des Vortragenden.
    Jetzt wurden die Bilder mit einem „Beamer“ auf die Projektionsfläche projiziert und über einen Computer wurden Musik, Originalgeräusche und auch Videosequenzen zugespielt. Mit elektronischen Effekten wie Überblendungen, Bild-in-Bild Darstellungen, Ausschnittvergrößerungen, Heranzoomen, etc. entstand eine ausgefeilte und unterhaltsame „Multimedia-Show“. Die Bilder waren faszinierend, die verbindenden Worte spannend, interessant, kurzweilig und auch humorvoll.
    Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt.
    Die Gäste bedankten sich mit starkem Beifall.

  • The Wayfaring Four - Blues & Country

    Rootsmusic im besten Verständnis – Americana, Road-Folk, Country und Blues. Diesen Ausdruck kultureller Integration erlebten die Besucher am Freitag 25. Jänner im voll besetzten BRUNO-Raum 105.
    Auf der Bühne standen „The Wayfaring Four“, drei alte Hasen und eine junge Dame.
    „Slow“ Jim Morrison (Gitarre, Gesang und verbindende Worte), „Leo“ Leonhardsberger (Gitarre, Mandoline, Banjo und Gesang), „Reverend“ Peter Katzgraber (Gitarren und Gesang) und „Röhri“ Andrea Karner als „Saxi-Lady“ (Tenorsaxophon und Gesang). Hits und favorite songs aus der musikalischen Vergangenheit der Musiker wurden launig und mit viel Gefühl und Energie zu Gehör gebracht. Die Zuhörer waren begeistert. Sie konnten erleben, wie hautnah Sanftheit und impulsive Musik ein besonderes Klangerlebnis schufen. Es wurde ein breiter Musikgenuss geboten, das Verlangen nach Zugaben wurde gerne gestillt.

  • Adventabend - heiter, besinnlich, gemütlich....

    Das weihnachtlich dekorierte Restaurant im Golf & Country Club (GCC) Brunn bot am 15. Dezember den idealen Rahmen für einen stimmungsvollen Adventabend. Bereits zum 4. Mal setzten der GCC und der Brunner Kultur Club (BKC) in der Vorweihnachtszeit gemeinsam ein Zeichen mit einer Aktion für in Not geratene Menschen in der Marktgemeinde Brunn und luden unter dem Motto „Brunner helfen Brunner“ ein.

    Ing. Roman Kreitner, Vorstandsmitglied im Golfclub, eröffnete die Veranstaltung mit besinnlichen aber auch launigen Worten und freute sich, auch einige Ehrengäste begrüßen zu dürfen. Vizebürgermeister Mathias Müller (in Vertetung des Bürgermeisters), Pfarrer und Dechant Mag. Adolf Valenta, Kwan Rhee, Präsident des GCC und Chong Ho Rhee, Ehrenpräsident des GCC gaben den Veranstaltern ebenfalls die Ehre ihres Besuchs.

    Der Saal war gut besucht und die Gäste wurden vom „Gospel Trio Joy“ mit kräftigen Stimmen voll und überzeugend auf das nahende Weihnachtsfest eingestimmt und auch zum Mitsingen animiert.

    Der Eintritt war frei und die gute Stimmung schlug sich auch auf die Spendenfreudigkeit der Besucher nieder. Der GCC hatte bereits bei vorherigen Veranstaltungen zum Spenden aufgerufen und so konnte am Samstag ein Scheck in der Höhe von € 4.865,- den Herren Pfarrer Mag. Valenta und Vizebürgermeister Müller als Beitrag zur Aktion „Brunner helfen Brunner“ übergeben werden.

    Die Küche bot köstliche Speisen und Getränke und so ging der Abend nach Ende der Darbietungen nahtlos über in ein gemütliches Beisammensein in angenehmer Clubatmosphäre.

    Dank gebührt allen Mitwirkenden und Organisatoren.

  • IDEMO - Go West

    Äußerst erfolgreich verlaufen ist die Veranstaltung IDEMO-Go West am 6. November 2018. Der Raum 105 im Ortszentrum BRUNO war bis auf den letzten Platz gefüllt. Einige unentwegte haben sogar mit Stehplätzen vorlieb genommen, um sich den Wort- und Bildbericht des Brunner Ehepaares Ingrid und Robert Schnabl nicht entgehen zu lassen. Die beiden haben zu Beginn des neuen Jahrhunderts mit ihrem Segelboot – eine Stahlketch – von Kroatien ausgehend eine Weltumseglung unternommen. Mit an Bord war die damals dreijährige Tochter Anna. Die Reise hat letztendlich viereinhalb Jahre gedauert.
    Zunächst wurden Seekarten und Hafenbücher nur bis Spanien mitgenommen. Wenn es gut geht, kann man ja dort weitere Seekarten kaufen. Und es ging gut. Weitere Ziele wurden angepeilt: Kanaren – Kapverden – Martinique – Grenada – Trinidad – Venezuela – Panama. Jetzt musste eine wichtige Entscheidung getroffen werden: Umkehren, und die „Atlantikrundfahrt“ beenden. Oder weiterhin „Go West?“ Natürlich siegte das „oder“ und nach der Durchfahrt durch den Panamakanal und dem Öffnen der letzten Schleuse war der „point of no return“ erreicht. Man war jetzt im Pazifik! Neue Ziele wurden anvisiert: Galapagos – Tahiti – Bora Bora – Tonga – Neuseeland – Bali – Singapore – Malediven – Aden – Suezkanal – und nach mehr als vier Jahren war die Reise in Kroatien – dem Ausgangspunkt – zu Ende.

    Ein Traum ist in Erfüllung gegangen. Die Welt wurde im Segelboot umrundet. Eine selbst gewählte Herausforderung wurde gemeistert. Vergessen sind die Momente, in denen man hilflos den Gewalten der Natur ausgesetzt war. Geblieben ist eine Dankbarkeit für jede Minute und die Erinnerung an Erlebnisse, die man nicht für Geld kaufen kann.

    Rund 29.000 Seemeilen zurückgelegt (53.700km am Wasser); zweimal den Äquator überquert; einmal die Datumsgrenze überschritten; streckenweise bis zu 24 Tagen allein auf See; 1.526 Tage unterwegs. Eine schöne, spannende, beeindruckende, abenteuerliche und manchmal auch gefährliche Reise.

    Die Familie lebt heute wieder in Brunn am Gebirge. Ingrid und Robert haben einen bürgerlichen Beruf ergriffen. Tochter Anna absolviert ein Studium. Sie sind stolz! Aber nicht so sehr darauf, es geschafft zu haben. Sondern stolz darauf, weggefahren zu sein! Die Sehnsucht nach dem Rauschen der Wellen und der Freiheit, den Bug immer nach eigenen Wünschen auszurichten, wird aber wohl für immer bleiben.

    Die Besucher waren einhellig der Meinung: Es war mehr als nur ein gelungener Abend. Alle waren begeistert von der spannenden Dokumentation.

  • Heiter bis wolkig

    Da hatte Ilse Szaal offenbar eine gute Idee. Im Namen des Brunner Kultur Clubs lud sie ehemalige Bürgermeisterinnen und Bürgermeister von sechs Gemeinden aus dem Bezirk Mödling zu einem informellen Treffen ins Brunner Heimathaus und alle sechs haben gerne zugesagt. Grund der Einladung war nicht nur ein Gedanken- und Informationsaustausch, sondern auch die Finissage der Gemäldeausstellung von Elisabeth Bunka-Peklar. Der ehemalige Vizebürgermeister von Brunn und nunmehriger „Hausherr“ und Obmann des Heimathausvereins, Julius Niederreiter, hat die Ehrengäste und Besucher begrüßt und mit einem Kurzreferat die Geschichte des Heimathauses erzählt. Das spätgotische Bürgerhaus aus dem15. Jahrhundert wurde 1964 von der Gemeinde angekauft und nach gründlicher Restaurierung 1969 als Zentrum für kulturelle Veranstaltungen eröffnet. Auch der amtierende zweite Vizebürgermeister von Brunn, Gerhard Feichter, hieß die Ehrengäste und Besucher herzlich willkommen, unterstrich die Bedeutung des Heimathauses als Haus der kulturellen Begegnung und pries die wichtige Aufgabe des Heimathausvereins, diese kulturelle Stätte zu bewahren. Helmut Bussecker führte als Moderator launig durch die Veranstaltung und stellte jede und jeden der ehemaligen Ortsvorsteher kurz vor: Ernst Herzig (Bürgermeister von Breitenfurt 1985 bis 2012), Helga Markowitsch (Bürgermeisterin von Brunn am Gebirge 2005 bis 2009), Eugen Krammer (Bürgermeister von Gießhübl 2005 bis 2010), Edeltraud Obner (Bürgermeisterin von Maria Enzersdorf 2006 bis 2013), Harald Lowatschek (Bürgermeister von Mödling 1985 bis 2003) und Meinhard Kronister (Bürgermeister von Vösendorf 1992 bis 2009). Es wurden viele lustige Geschichten aus früheren Zeiten erzählt und die Freude war groß, ehemalige Amtskollegen – mit denen man bei ortsübergreifenden Themen entweder gut zusammen gearbeitet hat oder aber auch so manchen Strauß ausgefochten hat – nach vielen Jahren wieder zu treffen. Einhellig bestätigten alle, dass sie ihr Amt gerne und mit viel Engagement ausgeübt haben, dass sie sich aber in die aktuelle Tagespolitik nicht mehr einmischen wollen und niemandem gute Ratschläge erteilen möchten.
    Im Anschluss an die Veranstaltung gab es einen gemütlichen Ausklang im Cafe & Restaurant „Buch-Bar“, dem Lokal des ersten Brunner Vizebürgermeisters Mathias Müller.

  • Jazz beim Heurigen

    Eine ganz besondere musikalische Zeitreise erlebten die Gäste am Mittwoch, 12. September im gut besetzten Heurigenlokal Hössl. Die „Vienna Jazz Group“ unter Bandleader Hermann Ledl bot Jazzmusik in höchster Qualität. Von New York über Chicago nach Rio, von der Swing-Ära zum Jazz der 60er Jahre führte die Reise. Das Programm umfasste Themen von Duke Ellington, George Gershwin, Eroll Garner und vielen anderen Komponisten und bekannten Jazzmusikern.
    Die seit 1974 aktive Formation ließ technisch nichts zu wünschen übrig. Die sechs Musiker überzeugten mit Perfektion und Spielwitz. Das Publikum dankte mit viel Applaus.

  • Tagesausflug für Mitglieder

    48 Personen hatten sich für den Mitgliederausflug am 20. Juli angemeldet. Pünktlich um 08:30 Uhr war Abfahrt von der Volksschule Brunn/Geb. Die Fahrt ging zunächst über Schwechat und Fischamend nach Mönchhof im nördlichen Burgenland. Dort besuchten wir das Dorfmuseum. Es wurde 1990 eröffnet und gehört zu den touristischen Attraktionen in der Region. Rund 35 Gebäude mit Werkstätten, Arbeitsgeräten und Gebrauchsgegenständen vermittelten einen Eindruck vom Alltagsleben vor einigen Jahrzehnten.

    Weiter ging dann die Fahrt nach Frauenkirchen, wo wir eine kurze Führung durch die Basilika zu Mariä Geburt machten. Die römisch-katholische Kirche machte den Ort bereits im 14. Jahrhundert zu einem bekannten Wallfahrtsort. Die Einheitlichkeit von Bauwerk und Ausstattung machen den barocken Kirchenraum zum Schönsten des Burgenlandes. Die Kirche gehört zur Diezöse Eisenstadt und steht unter Denkmalschutz.

    Zum Mittagessen blieben wir in Frauenkirchen und gingen ins Landgasthaus „Altes Brauhaus“ gleich gegenüber der Kirche. Das vor 340 Jahren gegründete „Virts- und Brayhaus“ strahlt Gemütlichkeit aus und lässt mit seinem unterirdischen Kreuzgewölbegang und der Einrichtung seiner Räume die lange Geschichte des Hauses erahnen. Bei Schönwetter konnten wir im schattigen Garten bei Storchengeklapper pannonisches Flair genießen.

    Nach dem Essen ging die Fahrt weiter nach Illmitz im Herzen des Nationalparks Neusiedler See-Seewinkel. Mit Pferdekutschen erkundeten wir die Region am Ostufer des größten Steppensees Europas. Das Gebiet ist Heimat für über 250 Vogelarten, die hier ideale Lebensbedingungen vorfinden. Die Kutscher der Pferdewagen verfügen über ein breites Wissen über die vielfältige Vogelwelt und gaben ihr Wissen gerne weiter.

    Um 18:00 Uhr sind wir wieder in Brunn eingetroffen.

    Es war ein gelungener, netter Ausflug und die Teilnehmer waren zufrieden.

  • Dreierlei im Mai

    Im Rahmen der Gemäldeausstellung „Bunte Vögel und andere Welten“ von Brigitta Hirsch vom 5. bis 19. Mai im Brunner Heimathaus hat der Brunner Kultur Club an drei Tagen ein Rahmenprogramm veranstaltet.

    10. Mai – Autorenlesung
    Muschel Barbara, Padelek Robert, Padlesak Johanna, Stradal Michael und Weese Gertrude lasen aus eigenen Manuskripten. Zu hören gab es eine bunte Vielfalt an Beiträgen, sowohl in Reimform als auch als Prosaerzählungen, mal heiter, mal besinnlich und mal skurril.
    Begleitet wurden die Lesungen von passenden Musikstücken, am Klavier gespielt von Schülerinnen und Schülern der Musikschule Brunn-Maria Enzersdorf. Es spielten: Casagranda Emilia, Längle Viktor, Eidelpes Tobias und Chang Leona.

    12. Mai – Malaktion
    Unter der Anleitung von Brigitta Hirsch schufen „Nicht“-Künstler ohne Vorkenntnisse schöne Aquarellbilder. Wichtig war nur: Experimentierfreude und Spaß an der Gestaltung.

    19. Mai – Frühschoppen
    Das „Trio Junior“ sorgte für einen lustigen Vormittag. Sie brachten Melodien mit bekannten Texten, aber auch mit eigenen Texten, die teilweise derb, bissig und ironisch waren. Den Gästen hat es gefallen.

  • Nabucco - Opernfahrt nach Bratislava

    Treffpunkt war vor der Volksschule in Brunn am Gebirge. Pünktlich um 15:30 traten die 70 Opernliebhaber die Fahrt nach Bratislava an. Die Fahrt war kurz und angenehm. Die beiden Busse vom Reisebüro Felner / Perchtoldsdorf waren moderne Topclass 5-Sterne Busse. Die Fahrer waren zuverlässig und freundlich. Nach etwas mehr als einer Stunde wartete schon der örtliche Reiseleiter und führte die Gruppe durch die Innenstadt von Bratislava zum Restaurant Zichy, wo das Abendessen eingenommen wurde. Das Essen war gut und ebenso der Service. Die Eintrittskarten für die Oper waren schon vorbereitet (namentlich zugeordnet) und wurden im Restaurant jedem Teilnehmer überreicht. Vom Restaurant waren es nur einige Minuten Fußmarsch zur Oper und so ist auch jeder zeitgerecht dort eingetroffen.

    Das Slowakische Nationaltheater am Hviezdoslav Platz ist auch als „Alte Oper Bratislava“ bekannt. Es ist das älteste und professionellste Theater der Slowakei und wird vom Publikum wegen seiner traditionellen Atmosphäre geschätzt. Der Ruf der Oper ist auch im nahen Wien sehr gut. Mit zahlreichen Opern-, Ballett- und Theateraufführungen ist es eine internationale Institution geworden. Hier trifft sich jeden Abend Qualität und Emotion auf der Bühne.

    Pünktlich um 19 Uhr hob sich der Vorhang.
    Die Oper hat einerseits das Streben des jüdischen Volkes nach Freiheit aus der babylonischen Gefangenschaft zum Thema. Andererseits steht die extreme Selbstüberschätzung des Titelhelden Nabucco (der biblische Nebukadnezar II.) im Zentrum. Nabucco will sich der Handlung der Oper nach selbst zu Gott machen.
    Mit dieser Oper – einer Geschichte aus dem alten Testament – schaffte es Giuseppe Verdi, verschiedene Gesellschaftsschichten anzusprechen. Freiheitswille und Sieg eines unterdrückten Volkes, wie sich Italien damals gern sah, manifestiert sich in dem „Gefangenenchor“; fast eine italienische Nationalhymne. Gegnerische Krieger bieten genügend Stoff für Freunde opulenter Kostümopern. Der Sieg der Hebräer – mit göttlicher Hilfe – über die falschgläubigen Babylonier sowie eine Missionierung zum wahren Glauben freut die Kirchgänger. Für Romantiker wird alles verbunden mit einer Liebesgeschichte, die gut ausgeht. Im Mittelpunkt steht die Treue eines Mannes, gefolgt vom Opferwillen der Geliebten. Zum Wohlgefallen der Gerechten folgt die Strafe auf dem Fuße, sowohl für größenwahnsinnige Despoten als auch für die Möchtegernkönigin.

    Nach der Vorstellung warteten bereits die beiden Busse vor der Oper und mit der einen oder anderen Melodie noch im Ohr reisten die Teilnehmer zurück nach Hause.