Brunner Kultur Club

Nabucco - Opernfahrt nach Bratislava

Treffpunkt war vor der Volksschule in Brunn am Gebirge. Pünktlich um 15:30 traten die 70 Opernliebhaber die Fahrt nach Bratislava an. Die Fahrt war kurz und angenehm. Die beiden Busse vom Reisebüro Felner / Perchtoldsdorf waren moderne Topclass 5-Sterne Busse. Die Fahrer waren zuverlässig und freundlich. Nach etwas mehr als einer Stunde wartete schon der örtliche Reiseleiter und führte die Gruppe durch die Innenstadt von Bratislava zum Restaurant Zichy, wo das Abendessen eingenommen wurde. Das Essen war gut und ebenso der Service. Die Eintrittskarten für die Oper waren schon vorbereitet (namentlich zugeordnet) und wurden im Restaurant jedem Teilnehmer überreicht. Vom Restaurant waren es nur einige Minuten Fußmarsch zur Oper und so ist auch jeder zeitgerecht dort eingetroffen.

Das Slowakische Nationaltheater am Hviezdoslav Platz ist auch als „Alte Oper Bratislava“ bekannt. Es ist das älteste und professionellste Theater der Slowakei und wird vom Publikum wegen seiner traditionellen Atmosphäre geschätzt. Der Ruf der Oper ist auch im nahen Wien sehr gut. Mit zahlreichen Opern-, Ballett- und Theateraufführungen ist es eine internationale Institution geworden. Hier trifft sich jeden Abend Qualität und Emotion auf der Bühne.

Pünktlich um 19 Uhr hob sich der Vorhang.
Die Oper hat einerseits das Streben des jüdischen Volkes nach Freiheit aus der babylonischen Gefangenschaft zum Thema. Andererseits steht die extreme Selbstüberschätzung des Titelhelden Nabucco (der biblische Nebukadnezar II.) im Zentrum. Nabucco will sich der Handlung der Oper nach selbst zu Gott machen.
Mit dieser Oper – einer Geschichte aus dem alten Testament – schaffte es Giuseppe Verdi, verschiedene Gesellschaftsschichten anzusprechen. Freiheitswille und Sieg eines unterdrückten Volkes, wie sich Italien damals gern sah, manifestiert sich in dem „Gefangenenchor“; fast eine italienische Nationalhymne. Gegnerische Krieger bieten genügend Stoff für Freunde opulenter Kostümopern. Der Sieg der Hebräer – mit göttlicher Hilfe – über die falschgläubigen Babylonier sowie eine Missionierung zum wahren Glauben freut die Kirchgänger. Für Romantiker wird alles verbunden mit einer Liebesgeschichte, die gut ausgeht. Im Mittelpunkt steht die Treue eines Mannes, gefolgt vom Opferwillen der Geliebten. Zum Wohlgefallen der Gerechten folgt die Strafe auf dem Fuße, sowohl für größenwahnsinnige Despoten als auch für die Möchtegernkönigin.

Nach der Vorstellung warteten bereits die beiden Busse vor der Oper und mit der einen oder anderen Melodie noch im Ohr reisten die Teilnehmer zurück nach Hause.