Brunner Kultur Club

Heiter bis wolkig

Da hatte Ilse Szaal offenbar eine gute Idee. Im Namen des Brunner Kultur Clubs lud sie ehemalige Bürgermeisterinnen und Bürgermeister von sechs Gemeinden aus dem Bezirk Mödling zu einem informellen Treffen ins Brunner Heimathaus und alle sechs haben gerne zugesagt. Grund der Einladung war nicht nur ein Gedanken- und Informationsaustausch, sondern auch die Finissage der Gemäldeausstellung von Elisabeth Bunka-Peklar. Der ehemalige Vizebürgermeister von Brunn und nunmehriger „Hausherr“ und Obmann des Heimathausvereins, Julius Niederreiter, hat die Ehrengäste und Besucher begrüßt und mit einem Kurzreferat die Geschichte des Heimathauses erzählt. Das spätgotische Bürgerhaus aus dem
15. Jahrhundert wurde 1964 von der Gemeinde angekauft und nach gründlicher Restaurierung 1969 als Zentrum für kulturelle Veranstaltungen eröffnet. Auch der amtierende zweite Vizebürgermeister von Brunn, Gerhard Feichter, hieß die Ehrengäste und Besucher herzlich willkommen, unterstrich die Bedeutung des Heimathauses als Haus der kulturellen Begegnung und pries die wichtige Aufgabe des Heimathausvereins, diese kulturelle Stätte zu bewahren. Helmut Bussecker führte als Moderator launig durch die Veranstaltung und stellte jede und jeden der ehemaligen Ortsvorsteher kurz vor: Ernst Herzig (Bürgermeister von Breitenfurt 1985 bis 2012), Helga Markowitsch (Bürgermeisterin von Brunn am Gebirge 2005 bis 2009), Eugen Krammer (Bürgermeister von Gießhübl 2005 bis 2010), Edeltraud Obner (Bürgermeisterin von Maria Enzersdorf 2006 bis 2013), Harald Lowatschek (Bürgermeister von Mödling 1985 bis 2003) und Meinhard Kronister (Bürgermeister von Vösendorf 1992 bis 2009). Es wurden viele lustige Geschichten aus früheren Zeiten erzählt und die Freude war groß, ehemalige Amtskollegen – mit denen man bei ortsübergreifenden Themen entweder gut zusammen gearbeitet hat oder aber auch so manchen Strauß ausgefochten hat – nach vielen Jahren wieder zu treffen. Einhellig bestätigten alle, dass sie ihr Amt gerne und mit viel Engagement ausgeübt haben, dass sie sich aber in die aktuelle Tagespolitik nicht mehr einmischen wollen und niemandem gute Ratschläge erteilen möchten.
Im Anschluss an die Veranstaltung gab es einen gemütlichen Ausklang im Cafe & Restaurant „Buch-Bar“, dem Lokal des ersten Brunner Vizebürgermeisters Mathias Müller.