Brunner Kultur Club


AKTUELLE FOTOS:
  • Die Provence - Ocker trifft Violett

  • Mord am Teller

  • Der Camino Sur

  • Die Provence - Ocker trifft Violett

    Bereits zum 15. Mal zeigten Gabi und Bruno Splichal am 16. März 2017 im Festsaal BRUNO in Brunn am Gebirge einen Lichtbildvortrag über eine ihrer zahlreichen Reisen und begeisterten wieder das Publikum. Beide verbindet ja ein gemeinsames Hobby: Sie sind passionierte Fotografen und bezeichnen selbst ihre Leidenschaft als „Fotomanie“. Die Liebe zu diesem Metier spürt man bei ihren Erzählungen und sieht man vor allem beim Betrachten ihrer Bilder - ein Feuerwerk an Natur, Menschen, Landschaften und Architektur.
    In den Anfangsjahren präsentierten sie ihre Reisevorträge noch mit einem Diaprojektor. Klick-Klack – ein Bild nach dem anderen erschien auf der Leinwand und das Publikum lauschte den Ausführungen des oder der Vortragenden. In den Folgejahren haben sich auch Diavorträge weiterentwickelt. Durch den Einsatz mehrerer Projektoren und mit Überblendtechnik wurden die Darbietungen lebendiger. Aber das charakteristische „Klick-Klack“ beim Weiterschalten zum nächsten Bild blieb noch lange Zeit erhalten. Gabi und Bruno zeigten uns auf diese Art und Weise in den vergangenen Jahren die Sehenswürdigkeiten von Guadeloupe, der kleinen Sunda-Inseln sowie der Kanaren und stellten uns Sizilien, Nordspanien und Südengland vor.
    Seit einigen Jahren sind auch digitale Projektoren („Beamer") technisch so ausgereift, dass sie mit der Bildqualität klassischer Diaprojektoren leicht mithalten können und zusätzlich auch noch gestalterische Möglichkeiten bieten. Heutzutage werden Lichtbildvorträge am Computer produziert und für die Präsentation vorbereitet. Verschiedenste Medien wie Bilder, Musik, Geräusche und auch Videosequenzen mit Originalton können dafür eingesetzt werden. HD-Qualität und Format 16:9 sind Standard und eine Unmenge an elektronischen Effekten garantieren ausgefeilte und unterhaltsame „Multimedia-Shows“. Mit der modernisierten Vorführtechnik haben Gabi und Bruno auch schon die Sehenswürdigkeiten von Neapel, Sardinien, Teneriffa, Mallorca, Malta, Gomera und Valencia mit großem Erfolg einem interessierten Publikum vorgeführt.
    In der Präsentation am 16. März zeigten sie Erlebnisse einer Rundreise durch die Provence – einer der Sehnsuchtsorte vieler Menschen überhaupt. Die mehr als 100 Besucher sahen beeindruckende Bilder von romantischen Bergdörfern, lila blühenden Lavendelfeldern, leuchtenden Ockerfelsen, türkisblauen Meeresbuchten und der größten Canyon-Schlucht Europas, untermalt von passender Musik und begleitet von interessanten und kurzweiligen Kommentaren.

    Es war wieder ein erfolgreicher Abend.

  • Mord am Teller

    Am 18. Februar, kurz nach 18:30 Uhr, begann im Restaurant Hlavacek eine mörderische Nacht. Das Ensemble „Tinte & Kaffee“ präsentierte mit „Mord am Teller“ eine Dinner & Crime Vorstellung. Die Handlung spielte in England in den 20er Jahren. Auf Schloss Rutherford Hall wurde ein großes Fest gegeben, ein Galadinner zum Gedenken des exakt vor einem Jahr plötzlich und unerwartet dahingeschiedenen Sir Robert. Aber schon allzu bald wurden die Festgäste (in Form des Publikums) Zeugen von bizarren Ereignissen. Die Tochter des Hauses trieb mit ihrem Wunsch, Schauspielerin zu werden, ihre sittenstrenge Mutter – Sir Roberts Witwe Lady Rowena – an den Rand der Verzweiflung. Der Kochkünstler Maître Antoine und die neue, aus Österreich importierte, Köchin Mitzi führten einen unbarmherzigen kulinarischen Kampf um die Oberhoheit in der Schlossküche und gingen dabei über Leichen. Der unnahbare Butler gab sich geheimnisvoll und auch die schrullige Miss Pebbles verhielt sich seltsam. Der neue Dorfpfarrer machte seine Aufwartung und dann nahm das Unheil seinen Lauf – ein Mord geschah. In der Folge wurde weiter betrogen, gelogen und gemordet. Und so mancher Hobby-Kriminalist wähnte sich dem Mörder auf der Spur und wurde dann doch eines Besseren belehrt.

    Das Stück überraschte mit vielen Irreführungen und Kehrtwendungen. Und während den Schauspielern das Essen wegen Mitzis zweifelhaften Kochkünsten im Munde stecken blieb, ließen es sich die rund 150 Zuschauer besonders gut schmecken. Das Küchenteam (Andreas Hlavacek, Doris Hlavacek und Martina Peplan-Filgitzhofer) bereitete – namentlich zum Stück passende – besondere Köstlichkeiten vor. Als Vorspeise gab es einen „mörderisch guten Räucherlachs“, für die Hauptspeise konnte man zwischen einem „toten Schwein – ertränkt in Pilzrahmsoße“ und „grüngesichtiger Pasta mit grausam zerhacktem Spinat“ wählen und als Nachspeise gab es einen „betrunkenen Schwarzwälder – unter Weichseln begraben“. Sowohl die Schauspieler als auch das Servierpersonal vollbrachten eine logistische Meisterleistung. Bedingt durch zwei Gasträume musste jede Szene zweimal gespielt werden und die Speisen mussten einmal hierhin und dann wieder dorthin serviert werden.

    Crime, Comedy, Mystery, Kulinarik – und ein ausverkauftes Haus: Es war ein gelungener Abend.

  • Der Camino Sur

    Am 20. Jänner 2017 präsentierte „Ernesto“ Mischer den Multimedia-Vortrag von seiner letzten Wanderung entlang des „Camino Sur“ im gut besuchten Saal des Hotel- und Restaurantbetriebes Hlavacek. Schon seit dem Jahr 2000 ist er fast jedes Jahr als Jakobspilger unterwegs. Viele interessante Vorträge haben wir schon von ihm gehört.

    Der Jakobsweg zählt wohl zu den bekanntesten Pilgerwegen Europas. Zahlreiche Menschen machen sich jedes Jahr auf, um entweder bis nach Santiago de Compostella zum Grab des Apostels Jakobus zu gelangen oder Teilstrecken auf einem der vielen Jakobswege in diese Richtung zu gehen. Was bewegt eigentlich einen Menschen, diesen Weg zu gehen? Jeder hat seinen eigenen Grund für dieses Vorhaben. Manche gehen den Weg aus religiösen oder spirituellen Gründen, manche aus sportlichen Gründen und manche möchten einfach einen schönen Wanderurlaub genießen. Meistens aber spricht so eine Wanderung Körper, Geist und Seele gleichermaßen an.

    Ausgangspunkt war diesmal Huelva im Südwesten Andalusiens, von wo aus im Jahr 1492 auch Christoph Columbus zu seiner abenteuerlichen Expedition nach Westen aufgebrochen ist (das „Stiegl-Columbus 1492“, ein „Pale Ale“-Bier für Entdecker soll daran erinnern).

    Ausgerüstet mit Rucksack, Wanderstöcken und einem passablen Spanisch-Sprachschatz wurde der Weg in Angriff genommen. Bei den ersten Etappen ließ es Ernesto noch langsam angehen. Nach den Erfahrungen von bereits 15 Wanderungen und im Alter von fast 80 Jahren muss man nicht mehr Etappensieger werden. Die Routine half ihm auch, die oftmals versteckten Wegmarkierungen zu finden. Und seine Sprachkenntnisse erleichterten es ihm, auch in kleinen Ortschaften ein Quartier für die Nacht zu finden. Zu fast allen Bildern im Vortrag gab es eine kurze Geschichte und so war auch dieser Abend wieder – wie immer, wenn Ernesto erzählt – interessant, kurzweilig und amüsant.

    Die Gäste bedankten sich mit starkem Beifall.