Brunner Kultur Club


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  • Liebeskarussell

  • Griechischer Abend

  • Vereinsausflug

  • Capriccio Español - Buchpräsentation

    Der Autor
    Im Jahre 1937 geboren, im Krieg und in der Nachkriegszeit in einem Vorort von Wien, in Sievering, in kleinen Verhältnissen aufgewachsen, hat er nach dem Studium der Rechtswissenschaften die Beamtenlaufbahn eingeschlagen. Seinem Hobby, Erlebtes in Reime zu fassen, ist er auch nach seiner Pensionierung auf seinen vielen Wanderungen treu geblieben.

    Der Autor zum Inhalt:
    Mit dem „Jakobsweg“ kam ich zum ersten mal im Jahr 1979 in Berührung, als ich auf einer Rundreise mit dem PKW durch Spanien einen Prospekt der spanischen Tourismuswerbung in die Hände bekam. Zu Fuß tagelang unterwegs zu sein und in Klöstern und Ställen zu nächtigen – diesen Gedanken hielt ich damals für völlig verrückt, er blieb aber in meinem Unterbewusstsein haften.

    Zwanzig Jahre später, ein Jahr vor meinem Ruhestand, bekam ich zufällig einen DuMont-Reiseführer über „Kunstwerke entlang des Jakobswegs “ in die Hände. Da reifte in mir der Entschluss, diesen Weg zu gehen. Den Ruhestand also unverzüglich durch Unruhestand zu ersetzen. Nach dem Motto „ein Mann - ein Wort“ habe ich mich auf meine erste Wanderung begeben.

    Zum Glück hatte ich schon von Beginn an immer mein Diktiergerät dabei. Und somit blieben mir neben meinen Tagesberichten auch die spontan entstandenen Gedichterln und Anekdoten erhalten.

    Der bekannteste Jakobsweg ist der durch Nordspanien nach Santiago de Compostella führende „Camino Frances“, in den aber viele andere Wege wie Nebenflüsse einmünden. Und er ist, wie die Spanier sagen, eine „droga“. Wer ihn einmal gegangen ist, den lässt er nicht mehr los. Es blieb also auch bei mir nicht nur bei dem einen Weg, im Laufe von 15 Jahren kamen noch etliche andere Nebenflüsse dazu. Aber der erste „Jakobsweg“ bleibt bei jedem als etwas Besonderes in Erinnerung.

    Donnerstag 09. November 2017, Brunner Heimathaus, 19:30 Uhr

  • Liebeskarussell

    Drag Artist Patrick Weber unterhielt als „Patricia Puff“ am Freitag, 6. Oktober 2017 das Publikum im Festsaal des Restaurant Hlavacek in Brunn zwei Stunden lang mit einem launigen und abwechslungsreichen Programm.

    Was ist ein Drag Künstler? Im Gegensatz zu transsexuellen Menschen haben sie nicht das Gefühl, „in einem falschen Körper“ zu leben. Sie wollen eher durch Verkleidung in ein anderes Geschlecht der Gesellschaft zeigen, dass es vielschichtige Variationen des menschlichen Zusammenlebens gibt. Sie wollen mit ihrem Rollentausch Aufmerksamkeit auf ein noch immer mit Skepsis gesehenes Thema lenken. Dazu muss man laut, schillernd und frech sein. Sie wollen deshalb aber auch bewusst polarisieren und auch provozieren.

    Zwei Stunden vor dem Auftritt gab es Patricia noch nicht. Patrick Weber – so sein bürgerlicher Name - schuf sie erst hinter dem Bühnenvorhang mit Make-up, Kleidung und Attitüde. Sobald die optische Verwandlung vollbracht ist, legt er im Kopf den Schalter um und betritt als Patricia Puff die Bühne. „Man muss schon auch schauspielern können“ sagt er. Sonst ist man ja nur ein Tollpatsch im Kleid. Grundkenntnisse im Schauspiel hat er in der Schauspielschule von Elfriede Ott erworben. Seine Lehrerin war auch unter den Gästen und wurde beim Betreten des Saals mit starkem Applaus begrüßt.

    Das Programm war ein Mix aus poppigen Songs, Dance-Hits und berührenden Balladen – dazwischen gesellschaftskritische Moderationstexte. Ein Begriff aber zog sich durch das Programm des ganzen Abends: Empathie! Eine Strophe aus einem der Songs soll das veranschaulichen:

    Im Lokal ist Kinderfasching. An der Tür gibt es Getuschel.
    Eine Mutter bringt ihr Sternentalerkind.
    Das ist geistig schwer behindert, kann nicht sprechen, nur so brummeln.
    Doch es strahlt, weil hier so viele Kinder sind.
    Und die Mutter setzt sich mit ihm an die lange Kaffeetafel.
    Ihr kleiner Sternentaler klatscht freudig zur Musik.
    Keiner schenkt ihnen Kakao ein, niemand setz sich in die Nähe.
    Ab und zu nur trifft sie ein verstohlener Blick.
    Als die Kinder tanzen, schwingt sie auch ihr Kind herum im Kreise.
    Manche tanzen weiter, andere bleiben stehen.
    Jemand sagt: Das ist geschmacklos, schließlich sind wir hier keine Anstalt.
    Unsere Kinder sollen so etwas nicht sehen.

    Als mein gelber Wellensittich aus dem Fenster flog,
    hackte eine Schar von Spatzen auf ihn ein.
    Denn er sang wohl etwas anders und war nicht so grau wie sie.
    Und das passt in Spatzenhirne nicht hinein.

    Patricia kam mit kleinen Mitteln zu großer Wirkung. Das Programm kitzelte nicht nur Erinnerungen heraus, sondern weckte auch die Phantasie. Die Texte waren kritisch, aber nie verletzend oder gar moralisierend. Was anklang, weitete sich ohne Agitation und Didaktik zu einem Bild unserer Welt, die schmerzlich und schön, verheißungsvoll und verletzlich ist aber auch voller phantasiebegabter Menschen. Patricia ist im hergesagten Sinn kein Aufrührer. Eher ein Aufrührer der Herzen.

    Für die musikalische Begleitung sorgte Andreas Brencic. Ein brillanter Musiker an den Tasten.
    Im Saal waren auch Bilder von zwei Künstlerinnen zu sehen. Elisabeth Bunka-Peklar und Augustine Führnstahl zeigten je ein Bild aus ihrem umfangreichen Schaffen.

    Einige (sehr wenige) Besucher konnten der bunten Nummernrevue im Zeichen des Regenbogens nicht allzu viel abgewinnen. Vielleicht war ihnen aber auch das Fremdwort Empathie nicht geläufig. Deshalb hier einige Gedankenstützen: Verstehen – Einfühlungsgabe – Aufgeschlossenheit – Rücksicht – Herzlichkeit – Sympathie – Zuwendung – Mitgefühl – Nächstenliebe.

    Der großen Mehrheit der Besucher war aber der Begriff nicht FREMD, wie der lang anhaltende Schlussapplaus erkennen ließ.

  • Griechischer Abend

    Tolle Stimmung herrschte am 25. August im „Hellenic AURA“ Restaurant in Brunn am Gebirge. Der Brunner Kultur Club hat einen Griechischen Abend veranstaltet und die Gäste des bis an die Kapazitätsgrenze gefüllten Lokals wurden rasch an ihren letzten Griechenland Urlaub erinnert. Der Wettergott hat mitgespielt und so mancher eingefleischte Griechenland Fan wähnte sich beim Anblick der hinter dem Brunnerberg verschwindenden Abendsonne an die mediterrane Küste im Mittelmeer versetzt.

    Restaurantchef Athanassios (Sakis) Gravanis und seine Küchenmannschaft sorgten für schmackhaftes Essen und Geschäftsführerin Nereida Fezga sorgte mit ihren aufmerksamen und freundlichen Kellnern, dass die bestellten Speisen und Getränke rasch auf die Tische kamen.

    Das Wort Nostalgie setzt sich aus den zwei griechischen Wörtern nastos und algos zusammen – Rückkehr und Leiden. Frei interpretiert: Wehmütige Hinwendung zu vergangenen Zeiten. Und genau diese Emotionen weckte die Gruppe „Nostalgia“ (drei waschechte Griechen) mit ihren mit- und hinreißend gespielten Griechischen Volksweisen, mit denen sie augenblicklich den Kontakt zum Publikum fanden. Es fiel nicht schwer, gedanklich in Griechenland zu sein.

    Ein schönes, gemütliches Ambiente, sehr gutes Essen, eine umfangreiche Wein- und Getränkekarte, heiße Zorba-Live-Stimmung und nettes, freundliches Personal – das Hellenic AURA Restaurant hat wieder einmal unter Beweis gestellt, warum es den Anspruch erhebt, die Nr. 1 der Griechischen Gastronomie in der Thermenregion zu sein.

  • Die Liab is so guat

    Einen herzerfrischenden Abend erlebten die Besucher am 16. Mai im Stadl des Brunner Heimathauses. Zu hören gab es Lieder und Lesungen rund um das facettenreiche Thema Erotik.
    Roland Sulzer (Akkordeon) und Rudi Koschelu (Kontragitarre) brachten Lieder von Karl Hodina, Ernst Arnold, Franz Böhm, Alexander Krakauer, Walter Hojsa u.a. amüsant und spritzig zu Gehör. Gert Meitz trug erotische Literatur von Wilhelm Busch, Peter Hammerschlag, Erich Kästner, Julie Schrader, Fritz Grünbaum u.a. vor, direkt und indirekt, niemals anstößig, aber frivol und mit einer Prise Ironie.
    Das Publikum amüsierte sich prächtig und hatte auch einiges zu lachen. Ein Abend, der allen etwas bot, die noch träumen können.